Ein Polizist ist grundsätzlich in der Position des Beamten tätig und dies unabhängig vom Dienstgrad. Ihr Dienstherr ist in der Regel das Bundesland, in dem sie tätig sind. Einige Sondereinheiten sind auch für den Bund tätig, in diesem Fall gilt das Land als Dienstherr. Beamte dürfen sich prinzipiell privat versichern. Die meisten Ordnungshüter entscheiden sich für eine private Krankenversicherung, da diese die besten Leistungen zu bieten hat.

Beamte, in diesem Fall Polizisten, erhalten von ihrem Dienstherren einen nicht unerheblichen Zuschuss zu den Gesundheitskosten. Die privaten Krankenversicherungen wiederum haben Sondertarife für Beamte entwickelt. Sehr häufig können die monatlichen Beiträge zur privaten Krankenversicherung bereits durch den Zuschuss des Dienstherren gedeckt werden. Für Polizisten empfiehlt sich die private Krankenversicherung grundsätzlich. Die Verbeamtung erfolgt in der Regel in noch jungen Jahren und direkt nach der Ausbildung. Für Ordnungshüter bedeutet dies, dass sie sogar den höchsten Tarif innerhalb der privaten Krankenversicherung abschließen können und die Kosten häufig bereits durch den Zuschuss des Dienstherren gedeckt werden können. In jedem Fall sind die Beiträge auch im höchsten Tarif wesentlich geringer als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Beamte, die Familienmitglieder mitversichern müssen, erhalten von ihrem Dienstherren höhere Zuschüsse, sodass die private Krankenversicherung für Beamte grundsätzlich nicht nur die optimalste, gesundheitliche Versorgung bedeutet, sondern auch eine dauerhaft günstige Krankenversicherung.
Die wenigsten Polizisten entscheiden sich für die gesetzliche Krankenversicherung, wobei die Gründe auf der Hand liegen. Geringe Beiträge in der privaten Krankenversicherung sowie eine optimale Versorgung im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich stehen hier dem eingeschränkten Leistungskatalog und den wesentlich höheren Beiträgen in der gesetzlichen Krankenkasse gegenüber. Der anfängliche Sold eines Polizisten mag noch geringe Versicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenkasse mit sich bringen. Der Sold steigt aber nicht nur mit den Jahren, sondern auch mit jedem Schritt auf der Karriereleiter. Dadurch werden auch die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung immer teurer und sehr schnell wird der Höchstbeitrag fällig. Der einzige Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist die beitragsfreie Mitversicherung der Familienmitglieder, sofern diese über kein eigenes Einkommen verfügen.
Die meisten Ordnungshüter sind privat versicherte Beamte und von daher ist eine Krankenzusatzversicherung für sie in der Regel nicht dringend notwendig. Sämtliche Leistungen, die eine Krankenzusatzversicherung beinhaltet, können auch im jeweiligen Tarif der privaten Krankenversicherung eingeschlossen werden und sind meist ohnehin bereits enthalten. Die private Krankenzusatzversicherung bietet sich nur für Polizisten an, die sich für eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung entschieden haben.