Von der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV zu wechseln, kann sich als lohnend erweisen und einige Hundert Euro im Jahr an Mitgliedsbeiträgen sparen. Der Wechsel ist, sofern im Einkommen die Bemessungsgrenze erreicht ist, auch für Arbeitnehmer im Bereich des möglichen.
Um eine lückenlosen Übergang zu erreichen, sollte man die GKV erst kündigen, wenn die Bestätigung der privaten Krankenversicherung zu einem bestimmten Termin eingegangen ist. Die Termine für den Wechsel zur PKV sollte man nicht zu knapp gestalten, da die gesetzlichen Krankenkassen gewisse Bearbeitungsfristen haben. Wer von einer PKV zu einer anderen PKV wechseln möchte, sollte einiges berücksichtigen. Je jünger man beim Abschluss der privaten Krankenversicherung ist, desto niedriger fallen die Beitragssätze aus. Einige Jahre später hat man im Falle eines Wechsels naturgemäß ein höheres Alter erreicht und muss mit einem höheren Beitrag rechnen.
Die privaten Krankenversicherungen bilden in jungen Versicherungsjahren Altersrückstellungen, die den Versicherungsbeitrag im Alter niedriger werden lassen oder zumindest stabil halten sollen. Wer schon mehrere Jahre bei einer privaten Krankenversicherung versichert ist, sollte sich das PKV wechseln noch einmal überlegen — der andere Versicherer wird keine Altersrückstellungen mehr in der selben Höhe bilden können, der Beitragssatz wird wechselbedingt eher etwas höher ausfallen. Das PKV wechseln macht nicht immer Sinn. Aufgrund des neuen Eintrittsalters ist es möglich, dass der Beitrag für die neue PKV um 20 % höher ausfällt. Der privat Versicherte sollte seine alte, private Krankenversicherung erst kündigen, wenn die schriftliche Versicherungsbestätigung der neuen Krankenversicherung vorliegt.