Von einer Sucht spricht man immer dann, wenn eine Person von einem oder mehreren Suchtmitteln, Verhaltensweisen oder anderen Personen abhängig ist. Abhängigkeit äußert sich für Betroffene dadurch, dass sie nicht mehr ohne das Suchtmittel oder die entsprechenden Verhaltensmuster leben können. Im Allgemeinen bezieht sich die Definition der Sucht auf die Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder Drogen. Inzwischen ist jedoch auch von anderen Suchtformen die Rede, beispielsweise von der krankhaften Ess- und Brechsucht oder gar von der Sucht nach Beziehungen. Allerdings unterscheidet man therapeutisch gesehen die Suchtformen, die bei einem Entzug auch körperliche Symptome auslösen von den Suchtformen, die sich rein auf der seelischen Ebene abspielen. Alle Formen der Sucht sind grundsätzlich therapiebedürftig. Die Therapie einer Sucht kann ambulant aber auch stationär stattfinden, je nach Art der Sucht und nach der Schwere der Abhängigkeit. Die Sucht nach Nikotin beispielsweise muss der Betroffene selbst überwinden und auch die Kosten für Therapiemaßnahmen selbst aufbringen. Begleitende Hilfen können jedoch Medikamente sein, die der Arzt verordnen kann. Die Alkoholsucht oder die Drogensucht setzen in der Regel erst einmal eine Entgiftung voraus, die nur stationär erfolgen kann. Erst dann kann die Therapie beginnen, die zum Schutz des Süchtigen in der Regel stationär stattfindet und mehrere Monate dauert. Seelische Abhängigkeiten werden im Rahmen einer Psychotherapie behandelt, die rein ambulant stattfinden kann.