Eine PKV kann entweder als Voll-, Teil- oder Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Letztere ist für Personen interessant, die Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Der Vertragsabschluss bei einer PKV hängt von mehreren Faktoren ab, wozu u.a. Alter und Geschlecht gehören.
Einkommen, Gesundheitszustand, Beruf und gewünschte Leistungen sind weitere Kriterien. Dies nennt man auch das Äquivalenzprinzip. Die Beiträge sind einkommensunabhängig. Warum überhaupt erfahren PKV eine so hohe Nachfrage? Neben der Unzufriedenheit mit dem weitgehend einheitlichen und unsicheren Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung, begrüßen privat Versicherte zum Beispiel die individuelle Gestaltung ihrer Krankenversicherung und attraktive Beitragsrückerstattungen.
Nachdem 2008 die Gesundheitsreform verabschiedet wurde, änderte sich Anfang 2009 einige Abschluss-Voraussetzungen für privat und gesetzlich Versicherte. Zum einen müssen private Krankenversicherungen nun einen Basistarif anbieten, der in etwa den Bedingungen und Leistungen der GKV entspricht. Damit sind jetzt auch diejenigen in der Lage sich zu versichern, die bisher nicht krankenversichert waren. Außerdem können bereits privat Versicherte noch bis Mitte 2009 zu einer anderen, günstigeren privaten Krankenversicherung wechseln, ohne ihre Altersrückstellungen zu verlieren. Aber auch ein solcher Wechsel muss gut überlegt und abgewogen werden, da Sie mit einem Wechsel auch Ihre erworbenen Rechte verlieren. Außerdem steigen Sie mit einem höheren Alter und möglicherweise auch mit einem verschlechterten Gesundheitszustand in die neue PKV ein.