Tagegeldlücke berechnen
Steigende Preise bei sinkenden Leistungen: Im Zuge wachsender Finanznot steuert das deutsche gesetzliche Gesundheitssystem auf eine medizinische Grundversorgung zu. Immer öfter werden Patienten für einfache Leistungen extra zur Kasse gebeten. Um die Lücken des gesetzlichen Krankenversicherungsschutzes zu schließen und im Bedarfsfall eine hochwertige Versorgung zu erhalten, haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, eine private Krankenzusatzversicherung abzuschließen. Private Krankenversicherer bieten diese Ergänzungspolicen entweder in den einzelnen Leistungsbereichen Zahnarzt, Krankenhaus oder Ambulant an. Alternativ kann die Police auch als Rundum-Schutz erworben oder individuell nach dem Baukastenprinzip zusammen gestellt werden.
Keine Annahme ohne Risikokalkulation! Wer sich für einen Extraschutz bei einer privaten Krankenversicherungsgesellschaft entscheidet, muss mit einem anderen Annahmeverfahren rechnen als bei der gesetzlichen Krankenkasse. Anwärter durchlaufen in der Regel eine Gesundheitsprüfung, die durch ärztliche Atteste bestätigt werden müssen. Ihre Beiträge werden individuell auf Basis von Eintrittsalter, Gesundheitsstatus und Vorerkrankungen berechnet. Eine Ablehnung kann daher bei stark erhöhtem gesundheitlichem Risiko erfolgen. Zusätzlich legen Versicherer Altershöchstgrenzen fest. Ein frühzeitiger Eintritt sichert daher nicht nur eine Vertragsannahme, sondern auch niedrige Prämien. Vorteil: Die vertraglich zugesicherten Leistungen bleiben, im Gegensatz zum gesetzlichen Leistungskatalog, garantiert. Nachteil: Der Versicherer kann die Monatsbeiträge bei Bedarf auch erhöhen. In diesem Fall besitzt der Inhaber der Police allerdings ein Sonderkündigungsrecht. In der Regel belaufen sich Verträge auf zwei Jahre und verlängern sich stillschweigend, wenn keine Kündigung erfolgt.